2010 von Zitschewig nach Radebeul

Am 21.August 2010 war es wieder soweit: Die fünfte Radebeuler Begegnung startete am Vormittag in Zitzschewig bei herrlichstem Sonnenschein. Die Teilnehmer an der Expedition lernten die Geschichte ihrer Heimat und natürlich andere Radebeuler kennen. Unter fachkundiger Führung unseres Vereinsmitgliedes Hans-Georg Staudte ging es zunächst zur ersten Zwischenstation: Auf dem in diesem Frühjahr schön gestalteten Platz am Naundorfer Dorfteich konnten jede Menge Bilder vom diesjährigen Dorf- und Schulfest betrachtet werden. Die Naundorfer können aber nicht nur fröhlich feiern, sie denken auch an die Leute in Sachsen, denen es in den letzten Wochen infolge der zahlreichen Überschwemmungen nicht so gut erging. Unser Verein hatte zwei Spendenbüchsen aufgestellt und so kamen knapp 200 Euro zusammen, die für die Unterstützung der Hochwasseropfer an Bedürftige überwiesen werden.
Der Weg der insgesamt rund 200 Teilnehmer (Kommen und Gehen war jederzeit möglich) führte dann über Kötzschenbroda mit Besuch der Ausstellung der Radebeuler Modellbahnfreunde und Fürstenhain zu einem Garten mit Wohnhaus, der mit dem Bauherrenpreis ausgezeichnet wurde. Hier gab es einen kleinen Imbiss zur Stärkung der Wanderfreunde und anschließend ging es weiter über Wiesen und Felder zur Kleingartenanlage „Elblößnitz“ mit Begrüßung durch den Vereinsvorstand. Im kommenden Jahr wird dieser Kleingartenverein sein 100-jähriges Bestehen feiern können, so dass man hier auch schon von einer historischen Anlage sprechen kann. An der früheren Gemeindegrenze zwischen Serkowitz und dem alten Radebeul an der Wasastraße wurden die Expeditionsteilnehmer nach altem Brauch mit Brot und Salz empfangen und ein guter Schluck sächsischer Wein war auch dabei. Schließlich erfolgte hier dann die Übergabe des Staffelstabes von den Zitzschewigern an die Abgesandten des alten und neuen Radebeul. Nach einen Besuch des sich in unmittelbarer Nähe befindlichen Grabes von Karl May war das nächste Ziel der kleine Rundling „Am Kreis“, die Radebeuler Ursprungsgemeinde. Der Dorfplatz war in den vergangenen Jahren neu gestaltet worden und präsentiert sich nun in einem (fast zu) ordentlichem Outfit. Der letzte Zwischenstopp erfolgte auf dem Robert- Wernerplatz und ein gutes Finale fand diese Radebeuler Begegnung schließlich auf dem Platz hinter dem Rathaus. Freundlich begrüßte Oberbürgermeister Bert Wendsche alle Wandersleute und anschließend gab der Baubürgermeister Dr. Müller einige Informationen zum Sanierungsgebiet Radebeul-Ost. Anschließend wurde zu Kaffee und Kuchen eingeladen und zum kulturellen Höhepunkt des Tages ist sicherlich die Wiederholung der Aufführung von der Eröffnungsveranstaltung des Naundorfer Dorffestes, nämlich die „Hochzeit von Bruni Kötzschenbroda und Heinrich Radebeul“ zu zählen. Waren doch die diesjährigen „Radebeuler Begegnungen“ auch ein Punkt in den Festlichkeiten zum 75. Jahrestag der Vereinigung der einst selbstständigen Städte Radebeul und Kötzschenbroda. Alles in allem ein gelungener „Begegnungstag“. An dieser Stelle herzlichen Dank an alle Organisatoren und Mitwirkenden ! Und es wurde auch schon über die Fortsetzung gesprochen: 2012 soll es dann von Radebeul(-Ost) nach Lindenau gehen.